Andreas Schwarz MdB bei seiner Keynote.
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CIHBw verbindet Welten, die einander brauchen

Soldatinnen und Soldaten, Reservistinnen und Reservisten, Startups, Mittelstand, Wissenschaft, Investoren und Politik beim Parlamentarischen Abend

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In der zweiten Septemberwoche hat der Cyber Innovation Hub der Bundeswehr (CIHBw) zum Parlamentarischen Abend ins neue Office am Schöneberger Ufer in Berlin geladen. Die Bundestagsabgeordneten und ihre Mitarbeitenden informierten sich über aktuelle Innovationsvorhaben. Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses Thomas Röwekamp MdB und der Vorsitzende des Haushaltsausschusses Andreas Schwarz MdB erläuterten den Anwesenden die Erwartungen des Deutschen Bundestags an den CIHBw.

Ein Prototyp schützt niemanden

“Die Bedrohung durch Russland macht es nötig, dass wir dauerhaft und langfristig unsere Verteidigungsfähigkeit erhöhen müssen”, ordnete Thomas Röwekamp MdB den Auftrag des CIHBw in den großen Rahmen ein. Innovation sei der Hebel, um durch technologische Überlegenheit unsere Soldatinnen und Soldaten bestmöglich zu schützen und Wirkung zu entfalten. Der Cyber Innovation Hub der Bundeswehr weckt die Innovationskraft aus der Truppe und bringt sie zusammen mit zivilen Startups. Ein gemeinsam entwickelter Prototyp allein schütze aber niemanden. Entscheidend sei die Skalierung und was effektiv bei der Truppe ankomme. 

Die erste Reihe beim Parlamentarischen Abend mit unter anderem Thomas Röwekamp, Andreas Schwarz und Botschafter Oleksii Makeiev
Der ukrainische Botschafter in Deutschland Oleksii Makeiev bei seiner Keynote.
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses Thomas Röwekamp MdB bei seiner Keynote.

Eine frühe Erprobung kann spätere Fehlentscheidungen verhindern

Hier schloss der Vorsitzende des Haushaltsausschusses Andreas Schwarz MdB an. Geld allein schaffe keine Sicherheit. Neben Geld sei Zeit die zusätzliche Währung. Das investierte Geld müsse schnellstmöglich in Fähigkeiten für die Soldatinnen und Soldaten umgesetzt werden, damit die Innovation bei der tatsächlichen Einführung nicht veraltet sei. Hier könne die Bundeswehr durch den CIHBw von der Innovationsgeschwindigkeit junger Technologieunternehmen profitieren. Diese trieben auch die etablierten Rüstungsunternehmen an. Geschwindigkeit und Parlamentarische Kontrolle schlössen sich nicht gegenseitig aus. Die frühe Erprobung könne spätere Fehlentscheidungen verhindern und eine Fehlerkultur fördern.

Einen Erfahrungsbericht aus der angegriffenen Ukraine lieferte deren Botschafter in Deutschland Oleksii Makeiev und empfahl: Lieber eine Lösung mit Fehlern, die in 90 Tagen im Einsatz ist, als eine fehlerfreie, die erst in drei Jahren kommt.

Die strategische Lücke zwischen erfolgreicher Erprobung und regulärer Beschaffung schließen

Diese Empfehlung griff der Leiter des CIHBw Sven Weizenegger auf. Die aktuellen Kriege zeigen: Drohnen und Drohnenabwehr, Künstliche Intelligenz, elektronische Kampfführung und Software verändern das Gefechtsfeld in Monaten, teilweise in Wochen. Klassische Beschaffung bleibt unverzichtbar. Aber sie allein kann diese Lernzyklen nicht abbilden. Genau hier ergänzt der CIHBw das System. Der CIHBw hat seit seiner Gründung 2017 mehr als 225 Innovationsvorhaben initiiert. Mit dem Ansatz der Initialen Skalierung wird für ausgewählte Lösungen eine Anfangsbefähigung geschaffen, bevor die reguläre Beschaffung übernimmt. Denn Wirkung entsteht erst, wenn Soldatinnen und Soldaten damit arbeiten können.

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