Detailansicht eines Aufnähers der Spectra Challenge auf Uniform

SPECTRA Challenge

44 Teams. 17 Länder. Eine Frage: Wie schützen wir Drohnen vor elektronischen Bedrohungen?

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Hintergrund

Ein neues Format für eine alte Bedrohung

Die SPECTRA Challenge ist ein gemeinsames Innovationsformat des CIHBw, der Agentur für Innovation in der Cybersicherheit (Cyberagentur) und des Innovationslabors System Soldat. Das Innovationslabor bringt dabei die Perspektive der Truppe ein und testet neue Technologien direkt im Einsatzkontext.

Ziel ist es, Technologien zu entwickeln, die Drohnen und autonome Systeme vor elektronischen Bedrohungen schützen. Dazu gehören Jamming (Störsender, die Signale blockieren), Spoofing (gefälschte Signale, die Systeme täuschen) und die Übernahme von Signalen durch Dritte.

Die Challenge bringt Startups und die Truppe direkt zusammen. So können neue Technologien schnell getestet und auf ihren Nutzen für die Bundeswehr geprüft werden.

Im Oktober präsentierten 44 Teams aus 17 Ländern ihre Konzepte vor einer Fachjury. 13 Projekte wurden für die weitere Entwicklung ausgewählt.

Bedrohungslage

Ohne Kommunikation keine Operation.

Jamming und Spoofing setzen genau dort an: Sie stören oder manipulieren die Signale moderner Systeme. Dadurch wird es sehr schwierig, Einsätze gut zu koordinieren.

Sichere Kommunikationswege sind deshalb kein Extra, sondern eine Grundvoraussetzung dafür, dass Einsätze überhaupt funktionieren.

Zahlen

Die SPECTRA Challenge in Zahlen

44

Teams aus aller Welt

17

Länder

13

ausgewählte Projekte

2

Tracks: Praxis und Moonshot

Von der Idee zum Prototyp in wenigen Wochen.

Sechs Teams entwickelten ihre Ideen zu einsatznahen Prototypen weiter. Dafür brauchten sie nur wenige Wochen vom ersten Konzept bis zum funktionierenden System.

Ihr Ziel: Lösungen entwickeln, die innerhalb eines Jahres einsatzbereit sind."

Die nächste Generation elektronischer Schutzsysteme.

Sieben Teams blickten weiter nach vorn. Sie entwickelten erste Ideen für die nächste Generation elektronischer Schutzsysteme, die in fünf bis zehn Jahren zum Einsatz kommen könnten.

Practice Week

Raus aus dem Labor. Rein in die Realität.

In der Practice Week in Erding verließen die Systeme das Labor und wurden unter realistischen Bedingungen getestet. Die Teams erprobten ihre Lösungen in Szenarien, die echte elektronische Bedrohungen nachbildeten mit echten Drohnen, echten Fernbedienungen und echten Störsignalen.

Der Unterschied zu einem klassischen Pitch-Wettbewerb: Die Teams bekamen direktes Feedback von der Truppe.

Florian Euchner von ESPARGOS sagt: „Das Testen unter realen Bedingungen war super. Wir können nämlich bei uns an der Uni eher in Laboren testen und es war einfach mal schön zu sehen, dass es auch wirklich hier auch outdoor mit realen Drohnen, mit realen Fernbedienungen und so weiter funktioniert."

Die größte Herausforderung war, dass wir in kurzer Zeit unser System neu entwickelt & viel Hardware bereitgestellt haben.

Dr. Ing. Luca Steinweg

Dr. Ing. Luca Steinweg

Raydiant RF GmbH

Nahaufnahme einer Drohne, um die Fotografen im Halbkreis stehen
Der pokal für die Gewinner der Spectra Challenge
Publikum sitzt vor einer Bühne in einer großen Halle
Ergebnis

Die Gewinner der SPECTRA Challenge

Am 4. Dezember 2025 präsentierten die Teams ihre Lösungen bei der Abschlussveranstaltung in Erding. Eine Jury wählte die besten Projekte aus beiden Tracks aus.

Im Praxis-Track setzte sich das Team ESPARGOS durch. Sie entwickelten innerhalb weniger Wochen einen funktionsfähigen Prototyp und überzeugten damit unter realistischen Einsatzbedingungen.

Im Moonshot-Track gewann das Team SIRENS. Sie arbeiten an neuen Ansätzen für die nächste Generation elektronischer Schutzsysteme und denken Lösungen für die kommenden fünf bis zehn Jahre voraus.

Die Gewinner können ihre Entwicklungen jetzt gemeinsam mit dem CIHBw, der Cyberagentur und dem Innovationslabor System Soldat weiterentwickeln und in realen Einsatzszenarien testen.

I'm hoping to collaborate further with the Bundeswehr and other interested parties to develop the product further.

Byron Houwens

Byron Houwens

Wardspire