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Mission Baltic Dome
Neue Technologien für maritime Sicherheit in der Ostsee
Der Cyber Innovation Hub der Bundeswehr startet die Mission Baltic Dome. Beim Auftakt in Eckernförde im Rahmen eines Startup Demodays präsentierten neun Startups technologische Lösungen für maritime Aufklärung und den Schutz kritischer Infrastruktur.
Maritime Sicherheit beginnt mit einem umfassenden Lagebild
Die Ostsee ist Handelsroute, Energie- und Datenverbindung sowie militärischer Operationsraum zugleich. Häfen und Schiffe, Unterwasserkabel und Pipelines befinden sich in demselben sensiblen Umfeld. Wer diese kritische Infrastruktur schützen will, muss verstehen, was um sie herum geschieht – über, auf und unter Wasser.
Hybride Bedrohungen erschweren diese Aufgabe. Dient eine Drohne über einem Hafen der gegnerischen Aufklärung? Ist ein auffälliges Schiffsmanöver Zufall oder Teil eines größeren Musters? Welche Aktivität unter Wasser erfordert eine Reaktion?
Einzelne Beobachtungen reichen für eine verlässliche Bewertung häufig nicht aus. Entscheidend ist, Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuführen, Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen und daraus ein belastbares maritimes Lagebild zu entwickeln.
Mission Baltic Dome vernetzt maritime Aufklärung
Hier setzt die neue Mission „Baltic Dome - Hybride Bedrohungen in der Ostsee erkennen, analysieren und bekämpfen“ des CIHBw an. Ihr Ziel ist es, maritime Aufklärung in der Ostsee besser zu vernetzen, Auffälligkeiten früher zu erkennen und die Deutsche Marine dabei zu unterstützen, mögliche Bedrohungen schneller zu bewerten.
Dafür braucht es innovative Sensorik und leistungsfähige Software. Unterschiedliche Daten müssen erfasst, intelligent ausgewertet und so aufbereitet werden, dass sie einen konkreten Beitrag zur militärischen Entscheidungsfähigkeit leisten.
Aus möglichen Bedarfen der Marine hat der CIHBw konkrete technologische Suchfelder abgeleitet und gezielt nach geeigneten Lösungen gesucht. Neun ausgewählte Start-ups stellten ihre Ansätze bei der Startup Demo See am Marinestützpunkt Eckernförde vor.
Von Unterwasserrobotik bis Satellitenaufklärung
Das technologische Spektrum der Startup Demo See reichte von autonomen Systemen bis zu KI-gestützter Datenauswertung. Vorgestellt wurden unter anderem:
- Unterwasserroboter, die kritische Infrastruktur auch bei eingeschränkter Sicht inspizieren können,
- akustische Sensoren, die Unterwassergeräusche erfassen und mithilfe Künstlicher Intelligenz klassifizieren,
- autonome Überwasserplattformen für eine ausdauernde maritime Überwachung sowie
- thermische Satellitenaufklärung, die zusätzliche Hinweise auf Aktivitäten im maritimen Raum liefern kann.
Vom Technologie-Check zum Innovationsvorhaben
Im Austausch mit Soldat:innen aus der Bundeswehr und den Innovationsmanager:innen des CIHBw ging es um eine erste militärische Bewertung: Welchen konkreten Nutzen bieten die vorgestellten Technologien? Welche Ansätze sind für eine vertiefte Erprobung geeignet? Und wie lassen sie sich gemeinsam mit der Truppe weiterentwickeln?
Aus diesem ersten Technologie-Check können Innovationsvorhaben entstehen. In ihnen werden ausgewählte Lösungen unter realitätsnahen Bedingungen erprobt, Nutzerfeedback aufgenommen und ihre militärische Anschlussfähigkeit bewertet.
Als Bundeswehr-Startup verbindet der CIHBw die Herausforderungen der Truppe mit neuen Technologien aus dem Startup-Ökosystem. Die Mission Baltic Dome schafft dafür einen gemeinsamen Rahmen – damit aus einzelnen technologischen Ansätzen schneller nutzbare Lösungen für die maritime Sicherheit werden.