uDOS: Unified Drone
Operating System
Wie ein einheitliches Betriebssystem die Drohnenvielfalt der Bundeswehr zusammenführt und die Einsatzfähigkeit der Truppe stärkt.
Zu viele Systeme, zu viel Aufwand
Der CIHBw erprobt mit dem Innovationsvorhaben #171 ein einheitliches Drohnenbetriebssystem: uDOS (Unified Drone Operating System) vereinheitlicht Steuerung und Betrieb unterschiedlicher Drohnentypen in der Bundeswehr. Tests auf dem ehemaligen Flugfeld in Erding zeigten, welche Vorteile eine standardisierte Plattform für den Drohneneinsatz bringt.
Die Bundeswehr betreibt Drohnen von verschiedenen Herstellern, jeder Typ mit eigenem Steuerungssystem. Wer mehrere Drohnentypen bedienen will, braucht für jeden Typ eigene Schulungen. Das kostet Zeit und Ressourcen. Das Vorhaben uDOS setzt genau hier an und senkt diese Hürde spürbar.
Ein Standard für alle Drohnen
Das Projekt standardisiert Steuerungs- und Überwachungsprozesse. Die Firma Auterion hat dafür eine Softwarelösung auf Basis etablierter Open-Source-Standards entwickelt. Sie integriert Drohnen verschiedener Hersteller in eine einheitliche Plattform und macht sie nahtlos einsatzbereit.
Aufklären, angreifen, bewerten: alles in Echtzeit
Im Test zeigten Soldatinnen und Soldaten einen konkreten Einsatzablauf: Eigene Kräfte entdeckten einen feindlichen Panzer in Stellung und bestätigten das Ziel. Danach griffen sie ihn mit einer FPV Drohne an, also einer Drohne mit Live Kamerabild aus Sicht der Steuernden. Anschließend bewerteten sie die Wirkung des Angriffs und planten den nächsten Schritt. Alles lief über eine gemeinsame Plattform und in Echtzeit.
Ein Beitrag zur Kriegstüchtigkeit der Bundeswehr
uDOS macht Soldatinnen und Soldaten schneller und wirkungsvoller: Sie greifen rascher auf wichtige Informationen zu und teilen sie direkt im Netzwerk. Das stärkt die Informationsüberlegenheit, die im Einsatz über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Gleichzeitig verbessert uDOS das Lagebild und senkt das Risiko für die Truppe. Ein klarer Beitrag zur Kriegstüchtigkeit der Bundesw