RAPTOR FPV
Drohnen im Lehrplan: Training mit dem FPV Simulator.
Eine Entscheidung, eine offene Frage
Verteidigungsminister Boris Pistorius hat entschieden: Alle Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr sollen eine Drohnenausbildung bekommen. Die Frage ist nur: Wie?
Ausbilderinnen und Ausbilder fehlen. Und Training an wenigen Standorten reicht nicht aus, um Tausende Soldatinnen und Soldaten auszubilden.
Dazu kommt: FPV Drohnen (First Person View) steuert der Pilot in Echtzeit aus der Perspektive der Drohne. Wer das beherrschen will, muss viel üben. Aufklärungsflüge, komplexe Einsatzszenarien oder Wirkmitteleinsatz mit bewaffneten Drohnen lernt niemand aus einem Handbuch.
RAPTOR FPV: Trainieren ohne Grenzen
Der Cyber Innovation Hub der Bundeswehr, das Bundeswehr Startup, entwickelt gemeinsam mit dem Kommando Spezialkräfte und Or & Sable RAPTOR FPV, einen softwarebasierten FPV Simulator. Soldatinnen und Soldaten trainieren damit unabhängig von Ausbildern, Ort und Zeit.
Sie fliegen keine festen Parcours. Mit einem Level Editor bauen sie eigene Trainingsmissionen. So üben sie genau das, was sie brauchen: Aufklärungsflüge, komplexe Einsatzszenarien oder bewaffnete Drohneneinsätze.
Jede Übung lässt sich anpassen und beliebig oft wiederholen. Beim Training geht keine Drohne kaputt. Das spart Material und entlastet das Personal.
RAPTOR FPV schließt eine Fähigkeitslücke der Bundeswehr. Die Truppe trainiert FPV Drohnen schnell und im großen Maßstab.
Der größte Benefit von RAPTOR ist eine kostengünstige, dezentrale, eigenständige Ausbildung für den Nutzer.
Chandimal Galmangoda Guruge
Cyber Innovation Hub der Bundeswehr
Vorwissen wird zur Stärke
Viele Soldatinnen und Soldaten bringen bereits Erfahrung aus Games oder Eigenstudium mit. RAPTOR FPV greift dieses Wissen auf und überführt es in ein strukturiertes Training. Gleichzeitig eröffnet das Programm auch Einsteigerinnen und Einsteigern ohne Vorerfahrung einen schnellen Zugang zu den Grundlagen.
Schon nach kurzer Zeit absolvieren Soldatinnen und Soldaten erste Übungen. Der Simulator gibt direktes Feedback und macht Fortschritte sichtbar.
Wer einen Häuserkampf, einen Aufklärungsflug oder einen Angriff auf ein Ziel trainieren will, baut das Szenario mit dem Level-Editor selbst.
Schneller Fortschritt durch enge Zusammenarbeit
Jedes Feedback aus der Truppe fließt direkt in die Weiterentwicklung ein. Was die Nutzerinnen und Nutzer brauchen, steht im Mittelpunkt des Projekts. Genau das unterscheidet RAPTOR FPV von klassischer Beschaffung: Die Bundeswehr formt das Produkt aktiv mit.
Die militärische Führung erlebt bereits, dass überall dort, wo Bundeswehr und Industrie eng zusammenarbeiten, Projekte schneller vorankommen. Der CIHBw übernimmt dabei die Rolle des starken Partners, der Kreativität, Ideen und Umsetzung zusammenbringt.
Verteidigungsminister Boris Pistorius schreibt Drohnenausbildung für die gesamte Bundeswehr vor. RAPTOR FPV sorgt dafür, dass die Truppe nicht erst in wenigen Jahren damit beginnt. Soldatinnen und Soldaten trainieren sofort, überall und mit genau den Szenarien, die sie im Einsatz erwarten.