Getarntes Mikrofon ragt aus Tarnnetz im Außenbereich
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Sonic AI

Akustische Sensoren und KI für die flächendeckende Luftraumüberwachung der Bundeswehr

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Herausforderung

Wenn bestehende Technik an ihre Grenzen stößt

Die Bundeswehr muss den Luftraum zuverlässig überwachen. Doch bestehende Systeme stoßen schnell an ihre Grenzen. Radar deckt große Flächen ab, kostet aber zu viel für eine lückenlose Überwachung. Optische Sensoren brauchen freie Sicht und erkennen autonome Drohnen oft zu spät. Radiofrequenzfinder (RFF) orten Steuerungssignale, verlieren die Spur aber, sobald Drohnen autonom fliegen. Genau hier entsteht eine Schutzlücke. Die Bundeswehr braucht deshalb neue Lösungen, die große Flächen zuverlässig überwachen und militärische wie zivile Ziele schützen.

Drohne hängt Messgerät über freiem Gelände
Soldat beobachtet Drohne aus gedeckter Stellung
Soldat zielt aus gedeckter Stellung durch Schießscharte
Der Ansatz

Hören, lokalisieren, klassifizieren

Mit SonicAI testet der CIHBw, wie akustische Sensoren und künstliche Intelligenz (KI) die Schutzlücke im Luftraum schließen können. Die Sensoren hören, was andere Systeme oft übersehen: den Rotor einer Drohne oder den Schuss einer Kleinwaffe.

Mehrere Sensoren arbeiten gleichzeitig. Gemeinsam bestimmen sie, woher das Geräusch kommt. Die KI wertet die Daten sofort aus, erkennt die Quelle und ordnet sie ein.

So entsteht in wenigen Sekunden aus vielen einzelnen Signalen ein gemeinsames Luftlagebild. Die Bundeswehr erkennt schneller, wo Gefahr droht und kann früher reagieren.

Im Einsatz

Tests unter realistischen Einsatzbedingungen

Im ersten Schritt testet das Team, ob SonicAI Drohnen der Klasse 1/2 und Schüsse aus Kleinwaffen zuverlässig erkennt. Die Sensoren sollen nicht nur hören, dass etwas passiert. Sie sollen auch bestimmen, woher das Geräusch kommt und worum es sich handelt.

Dafür erprobt das Team das System über unterschiedliche Entfernungen und unter realistischen Einsatzbedingungen. Gemeinsam mit dem Ausbildungszentrum Flugabwehrraketen und dem Startup ProjectQ prüft der Hub, wie zuverlässig SonicAI im Einsatz funktioniert.

Mehrwert

SonicAI schließt die Lücke im Luftlagebild

SonicAI überzeugt durch mehrere Stärken: Das System ist kostengünstig, flexibel trainierbar, skalierbar und unempfindlich gegen elektronische Kampfführung und Tarntechniken. Langfristig passt sich die Technologie an unterschiedliche Bedrohungsszenarien an. SonicAI ergänzt bestehende Überwachungssysteme und stärkt die Bundeswehr dort, wo Radar und optische Sensoren bisher scheitern. So erkennt die Truppe Bedrohungen früher, schützt Kräfte besser und bleibt auch unter schwierigen Bedingungen handlungsfähig.