Drei Kameraden. Eine Mission.
Was Reservedienst im CIHBw bedeutet, erklären Oberleutnant Hubertus, Hauptmann Sandro und Leutnant Christopher besser als jede Stellenbeschreibung.
Reservedienst, der wirklich bewegt.
Im Cyber Innovation Hub der Bundeswehr (CIHBw) leisten Reservedienstleistende (RDL) keine klassische Wehrübung. Sie bringen ihre zivile Expertise direkt in laufende Innovationsvorhaben ein, arbeiten mit Startups zusammen und bewegen echte Projekte. Drei Reservisten zeigen, was das konkret heißt.
Von der Startup-Welt direkt in die Streitkräfte
"Ich bin Innovation Manager hier im Cyber Innovation Hub. Das bedeutet zum einen, aktiv Ideen (also Innovationvorhaben) gemeinsam mit unseren Nutzern, den Soldatinnen und Soldaten zu finden und zum anderen, diese dann im Anschluss gemeinsam mit unseren Nutzern umzusetzen.
Der Reiz für mich am Cyber Innovation Hub ist es, mit allen Teilstreitkräften zusammenzuarbeiten und auch gemachte Erfahrungen aus meinem zivilen Job, der Startup-Welt, hier täglich einbringen zu können.
Im Cyber Innovation Hub herrscht für mich eine kreative Unruhe, in der es erlaubt ist, laut zu denken und das Gedachte dann auch gleichzeitig umzusetzen. Immer mit dem Ziel, die Zukunft unserer Streitkräfte langfristig mitgestalten zu können."
Hier herrscht eine kreative Unruhe, in der es erlaubt ist, laut zu denken.
Oberleutnant Hubertus
Innovation Manager, Start-Ups
Lösungen suchen, nicht Hindernisse
"Ich berate die Führung und die Hub-Teams bezüglich datenschutzrechtlicher, vergaberechtlicher und teilweise auch vertragsrechtlicher Fragen, um die Innovationsvorhaben schneller voranzubringen.
Beim Cyber Innovation Hub reizt mich besonders, dass das Umfeld Innovation und neues Denken begünstigt.
Wer Wege sucht, wie etwas anders, wie etwas besser geht – und keine Gründe, warum etwas nicht geht –, der ist in meinen Augen hier genau richtig. Eben weil hier ein Umfeld dafür geboten wird, und auch ein Team, das Bock hat, das richtig hinterher ist, in der Bundeswehr etwas zu bewegen."
Wer Wege sucht, wie etwas besser geht, ist hier genau richtig.
Hauptmann Sandro
Legal Consultant und Personaloffizier
Vom Weltraumkommando in den Hub
"Ich bin Luftwaffenoffizier und darf im Cyber Innovation Hub der Bundeswehr Software weiterentwickeln, wie z.B. bei meinen aktuellen Projekten im Weltraumkommando. Als Projektleiter darf ich zudem Ideen aus der Truppe umsetzen.
Mich reizt die Diversität, die hier herrscht. Nicht nur in Bezug auf Herkunft, sondern auch auf Backgrounds. Außerdem die Flexibilität beim Arbeiten, und dass wir die Bundeswehr innovativer machen."
Mich reizt die Diversität im Hub und die Flexibilität beim Arbeiten.
Leutnant Christopher
Weltraumkommando und Projektleiter
Drei Fragen. Zwei Perspektiven.
Was wirst du aus deinem Reservedienst im CIHBw mitnehmen?
Hauptmann Sandro: „Viele spannende Eindrücke über Innovationen, tolle Menschen kennen und schätzen gelernt zu haben und das gute Gefühl, einer wirklich wichtigen Mission gedient zu haben: Empowering Innovation in Defence!“
Oberstabsgefreiter Janette: „Auf jeden Fall eine Menge positiver Eindrücke und vor allem gute und wichtige Erfahrungen. Im CIHBw laufen die Dinge ganz anders, als ich es aus der Truppe gewohnt bin. Allein das Arbeiten auf Augenhöhe hat mich sehr beeindruckt. Die Hubler sind für mich wie eine Familie geworden: man hilft und unterstützt sich gegenseitig, probiert viel Neues aus und lernt immer dazu. Hier wird einem auch der Raum dazu gegeben und natürlich die Möglichkeiten. Man bekommt Verantwortung, aber auch das Vertrauen und, wenn nötig, die Unterstützung, seine Projekte umzusetzen. Hier lernt man (auch als Mannschafter), in völlig neuen Dimensionen zu denken und zu handeln.“
Was war der beeindruckendste Moment deiner Tätigkeit im Hub?
Hauptmann Sandro: „Die Teilnahme an der MSC Innovation Night und die Erkenntnis, dass wir die Zeitenwende noch schneller umsetzen müssen mit allem was wir haben, denn eine vermeintliche Rechtssicherheit interessiert feindliche Kanonen nicht!“
Oberstabsgefreiter Janette: „Mein erster OKR-Workshop. OKR steht für Objectives and Key Results, eine Methode zur Zieldefinition. Ich war erst kurz dabei und musste mich erst noch an das Arbeiten im Hub-Umfeld gewöhnen. Begriffe wie ‘Check-In’, ‘Alignment’ oder ‘Wrap-Up’ kannte ich noch nicht. Auch die Geschwindigkeit, mit der neue Projekte angegangen werden, war erst einmal ungewohnt. Aber im Hub darf und soll man erstmal in Ruhe ankommen und sich orientieren. Das Kameradschaftsgefühl hat mich in diesen drei Tagen am meisten beeindruckt: Hier wird keiner alleine gelassen. Jeder ist Teil dieser außergewöhnlichen Gemeinschaft. Das ist tatsächlich ein Spirit, der seinesgleichen sucht.“
Was hebt den Reservedienst im CIHBw von anderen Wehrübungen ab?
Hauptmann Sandro: „Vieles — unter anderem das Mega-Team und die besondere Mission, bei der jeder so wie er ist einen wertvollen Beitrag für eine schlagkräftigere und bessere Bundeswehr leisten kann. Die wirklich spannenden Innovationsvorhaben, Startups und Events, die jeden Tag abwechslungsreich gestalten. Und nicht zuletzt die zeitliche und örtliche Flexibilität im Dienst, die in Verbindung mit für Bundeswehr-Verhältnisse sehr guter IT-Ausstattung ein hochproduktives Arbeiten ab dem ersten Tag ermöglichen.“
Oberstabsgefreiter Janette: „Es sind die Herausforderungen und die Möglichkeiten, die dir eine Reservedienstleistung im CIHBw bietet. Du kannst dich selbst verwirklichen: deine Ideen, deine Visionen einbringen. Hier hast du den Raum, um mutig und kreativ zu sein und vor allem die Menschen, die dich dabei unterstützen und deine Ideen weiterbringen.“
Bitte vervollständige den Satz: „Meinen Reservedienst im CIHBw zu leisten bedeutet für mich …“
Hauptmann Sandro: „… jeden Tag den Status-Quo zu hinterfragen, im Team neu zu denken und sehr viel Spaß an meinem Job zu haben!“
Oberstabsgefreiter Janette: „... ein Statement und ein klares Zeichen zu setzen. Ich kann als Hubler der Truppe zeigen, was alles möglich ist und bin Teil einer großartigen Crew, die nicht nur theoretisch am Schreibtisch plant, sondern die Dinge anpackt, umsetzt und damit eine Veränderung in so mancher verstaubten Denk- und Handlungsweise innerhalb der Bundeswehr erreicht. Das macht mich unheimlich stolz.“